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Computer sind auch nur Menschen Wie viele Computer braucht ein Durchschnittshaushalt? Einen? Zwei? Naja, das kommt wohl ganz auf die Mitglieder des Haushaltes an. Wenns nach meinen Männern (Ehe- und Sohnemann) ginge, dann hätten wir mindestens fünf solcher Rechenwunder im Hause. Aber Gott sei Dank geht es nicht immer nach deren Nasen. Ein bisschen habe ich auch noch mitzureden. Noch son Teil kommt mir nicht ins Haus. Obwohl die beiden seit Wochen auf mich einreden und mir in den schönsten Tönen und mit einschmeichelnder Stimme klarzumachen versuchen, welche Vorteile ein weiterer Computer mit sich bringen würde. Der Neue hätte sechshundertfünfzig Megahertz. Ach, sieh mal an. Mein eines, kleines Megaherz reicht ihnen wohl plötzlich nicht mehr, oder wie? Wortreich erklären sie mir, wieviel schneller er ist. Wenn man ihn anmacht, ginge es viel, viel schneller bis man arbeiten kann. Eine sehr interessante Computerreaktion. Bei mir ist das anders, ziemlich anders sogar. Wenn man mich anmacht, dann arbeite ich nämlich gar nicht! Auch der Sound wäre besser, sagen sie. Das mag ja sein, aber sie sollten sich mal meinen ganz persönlichen Sound anhören, wenn ich nach Abbuchung der Rechnung unserer Kontoauszüge angesichtig werde. Ach ja, und eine ganz tolle Grafik hätte er auch noch! Was sich positiv auf die Spiele auswirken würde. Tolle Grafik, das ich nicht lache. Die beiden sollten mal raus in die Natur gehen und was erleben. Merke: Das Leben ist wie ein Abenteuerspiel hat aber ne verdammt gute Grafik. All das konnte mich nicht überzeugen. Aber so schnell gibt ein Mann bekanntlich ja nicht auf. Zwei Männer schon gar nicht. Mein Sohn versuchts mit folgender Erklärung: "Der neue Computer hat einen viel größeren Speicher. Wenn bei einem Spiel zum Beispiel ein Haus, ein Hubschrauber und ein Auto beteiligt sind, kann man viel schneller spielen. Beim alten Rechner passt nur ein Haus in den Speicher, dann muss er das Haus erst rausschmeißen, bevor er den Hubschrauber reinnehmen kann. Mit dem Auto geht das ebenso." Aha. Das leuchtet mir nun wirklich ein. Also gut, wir nehmen den Computer, auf unserem Speicher war schon immer zu wenig Platz. Bloß: Woher nehme ich jetzt auf die Schnelle einen Hubschrauber? Schlau wie mein Sohn nun einmal ist, hat er die Ironie bemerkt. Er kommt auch gleich mit anderen, noch einleuchtenderen Argumenten. Wenn man viele Programme geladen hat, dann würde sich der Computer auch nicht mehr so oft aufhängen... Ich kann den Rechner verstehen. Es gibt Momente im Leben eines Computers, da sieht man einfach keinen Ausweg mehr. Ach ja, und eine bessere Auflösung hätte der Bildschirm auch. Na dann! Das mit der Auflösung ist nun wirklich ein Grund. Wenn man damit Unliebsames auflösen kann?!? Ich hätte da schon ein paar Ideen...
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